Elch-Urlaub

Da ich in Kürze in den Urlaub aufbreche, möchte ich also hier an dieser Stelle ein Reisetagebuch führen und weiter unten auf der Seite findet ihr auch den link zu dem alten Reiseblog „Elchurlaub“.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! Hier und auch im alten Blog!

REISETAGEBUCH „SCHÄRENGÄRTEN DER OSTSEE“ – AidaMar, 16.06. bis 28.06.2026

Karlskrona per Tenderboot – 17.06.26

Noch schlechter geschlafen…stehe ich auf oder nicht?

Kurz vor 6 völlig gerädert aufgestanden, Dusche – Haare waschen – Föhnen, Frühstück im East… („East is 11“ – versteht man auch nur hier)…

Unser geplanter Ausflug an die idyllische Südküste Schwedens im Umland von Karlskrona sollte um 8.30 Uhr starten. Per Tenderboot. Das bedeutet, unser Schiff ist zu lang um direkt im Hafen anzulegen. Deswegen muss man auf Deck 3 in ein Tenderboot steigen, welches die Gäste an Land bringt. Eigentlich also per Rettungsboot – das etwas unschönere Wort. Im Ernstfall mit 150 Personen besetzt. Im Ausflugsfall mit maximal 90. Wir waren 86 Personen. Echt eng! Aber die Fahrt dauert nur wenige Minuten, die einem aber wegen Wellengang auch schon wie deutlich länger vorkommen können.

Am Abend vorher dann die Info, dass die Gruppe für unseren Ausflug sich bereits um 7:45 Uhr im Theatrium zum gemeinsamen Gang zum Tenderboot treffen soll. Die Info enthielt auch, dass wir ab Deck 5 bis Deck 3 außen am Schiff seien, was immer das bedeutet. Wir mutmaßten, dass eine Strickleiter aus Deck 5 hängt und wir dann weiter per Trampolin zum Tenderboot befördert werden.

Stellte sich als Fehlinformation raus. Ein beherzter Sprung von Deck 3 ca. 30 cm tiefer ins Tenderboot tat es auch.

Kurzer Schock weil das echt doll schaukelte. Da wir aber sofort dann auch losfuhren, ging es schnell besser. Aus Mangel an befestigten Haltemöglichkeiten musste der Arm einer mir unbekannten Frau herhalten.

Am Hafen sind wir in einen Bus umgestiegen. Leider waren zwei Fotostopps nicht mit dem Ausstieg aus dem Bus vorgesehen. Auf dem Berg am Wasserturm wäre das wirklich schön gewesen.

Die Fahrt ging dann – bis zu diesem Zeitpunkt noch völlig unausgestiegen – zum Hafen nach Torhamn, was noch zu Karlskrona gehört. Ein wahrhaft idyllischer Ort. Hier gab es Fika, was eine schwedische Zwischenmahlzeit ist, bestehend aus Kaffee und Gebäck. In unserem Fall waren es Kardamombollar. Sehr lecker! Einige Selfies und Fotos sowie eine abgearbeitete Schlange vor der Toalet später ging es dann schon weiter…..

….nach Christianopel, eine weitere Kirche reihte dich in die noch länger werdende Liste der Kirchenbesichtigungen. Insgesamt ist Christianopel ein Ort mit viel Campingplatz und wenig Ort, aber sehr idyllisch. Das soll sich nicht despektierlich anhören. Ich würde hier wohnen wollen.

Danach wurden wir wieder am Hafen in Karlskrona abgesetzt und wir sind noch auf eigene Faust den kurzen Weg in die Stadt angetreten. auf der Jagd nach Magneten und Ansicht einer weiteren Kirche (Dom Kirche), die sehr weiß von innen war.

Die Tender-Rückckfahrt war wackelig, aber ging ohne Probleme vorbei – gefühlt und tatsächlich.

Aufgrund akut ausgebrochener Hungersnot sind wir sofort bei Best Burger@sea eingefallen, dann gefolgt von einer Kabinenpause.

Aufgerafft zur 70er-Show „Can you feel it?“ …mit bunten Kostümen, wobei eine lustige Clownshose und ein vermeintliches Tele-Tubby-Shirt irritierend wirkten. Die ersten Cocktails der Fahrt waren ein Erdbeer Colada und eine Cherry Bomb.

Spruch des Tages ist mir entfallen, hatte aber was mit Kuchen zu tun (was jetzt auch niemandem weiterhilft). Morgen muss ich ihn wohl aufschreiben.

Da zu viel gegessen, wird es auch schwierig mit schlafen.

Heute 10000 Schritte geschafft. Fuß hält! Mit 2 x 400 IBU am Tag.

Bis morgen dann von eurem Urlaubs-Elch im Elchurlaub

Early Check-in und Auslaufen – 16.06.26

Es gelingt mir irgendwie nicht, in einem Hotelzimmer gut zu schlafen. Und trotz meiner zwei (!) von zu Hause mitgebrachten Kissen, fand ich das ganz unten liegende Kissen des Hotels biel zu hart. Da bin ich die Prinzessin auf der Erbse…

Zum Start in den Tag gab es Instant-Kaffee…ohne den gehe ich keinen Schritt vor die Türe. Aber in einer Bäckerei gab es dann auch nochmal Kaffee in lecker..

Valet-Parken am Schiff und Early-check-in hat super geklappt, davon abgesehen dass wir zunächst auf einem falschen Parkplatz standen und der Mitarbeiter dort und sagte, wir sollten links runter und dann rechts bis zur Schranke fahren…

…was er meinte war rechts rum und dann links zur Schranke 😄😄. Fast wären wir statt auf der Aida auf der Fähre über die Warnow gelandet…

Einen abgewürgten Motor incl. Satz nach vorne und damit Fast-Aufpraller später und weiteren 20 Minuten Wartezeit weiter konnten wir die Koffer dann direkt am Schiff abgeben und zum Check in durchgehen.

Unsere Kabine war früh fertig, aber nur ein Koffer kam. Wir sind dann erstmal essen gegangen.

Danach waren wir an Deck und haben in den Strandkörben auf das Auslaufen gewartet. Wir beschlossen dann, eben aufs Zimmer zu gehen und da irgendwas zu holen oder so (ich kann nicht mal mehr sagen, was genau) und dann noch danach dies und jenes zu machen.

Beschlossen, und blieben in komplettem nonverbalen Einverständnis sitzen. Niemand sagte was, wir sind einfach sitzen geblieben. Einfach so.

Das stellten wir fest und waren und einig, dass dieser Moment der Tritt auf die Bremse war. Da schon. So früh…. Voll in die Eisen gegangen…

….und das ist auch gut so.

Nach dem Abendessen folgte ein Müdigkeitsanfall und kurze Verschnaufpause auf dem Bett.

Zu dem Zeitpunkt bin ich davon ausgegangen, dass ich die Show am Abend nicht erleben würde. Später ging es aber dann wieder und wir haben noch die Show angesehen.

Danach die übliche Abendrunde über Deck…aber der Wind war echt kalt.

Bornholm haben wir irgendwann in der Nacht passiert. Ich war zwar wach und hätte auch an Deck gehen können….aber ich warte bis zum letzten Seetag.

Spruch des Tages: „Der Schal ist im Wal“.

Morgen (was schon heute ist) folgt dann der Bericht zu Karlskrona. Wir sind morgen in Visby auf Gotland….

Aber das ist eine neue Geschichte.

Euer Urlaubs-Elch im Elchurlaub

Erste Etappe von Duisburg nach Wismar – 15.06.2026

Der Tag begann mal ohne Chaos. Unser Ziel war, zwischen 9 und halb 10 loszufahren. Pünktlich um 9:15 sind wir dann auch losgefahren und das ohne was in der Wohnung vergessen zu haben und noch 3 x zurück laufen zu müssen.

Die Autobahn war gnädig mit uns und bis auf den üblichen Stau vor Bremen lief es gut. Diesen Stau könnten wir aber über pittoreske Landstraßen umfahren.

Das Hotel Park Inn by Radisson liegt am Hafen in Wismar und so war es nicht weit bis zur Stadt. Es tat gut sich die Füße zu vertreten nach der langen Fahrt.

In der Nicolaikirche haben wir eine längere Besichtigung gemacht und haben einige schöne Bilder machen können.

In der Kirche war eine sehr friedliche Atmosphäre anzutreffen und wir verweilten auch eine Zeit im Gestühl. Die Plätze waren mit den Namen der Familien versehen, die einst hier einkehrten.

Weitere Kirchen gaben nicht so viel her, aber der Marktplatz mit der Lokalität „Alter Schwede“ ist sehr schön.

Wir waren immer drauf bedacht, uns die Füße auf dem Kopfsteinpflaster nicht endgültig durchzubrechen. Hat geklappt.

Und dann kommen hier noch die Sprüche des Tages:

„Voll die Vögel, ne?“

und

„Die Schwalben hier sind echt krass drauf“

Jetzt kehrt Ruhe ein. Ich genieße einen warmen Tee im echt gemütlichen Hotelzimmer und dann ist auch bald schon Tagesende

Morgen geht es dann auf’s Schiff.

Bis dahin….

Euer Urlaubs-Elch im Elchurlaub



Morgen geht es los – 14.06.2026

Wer hätte gedacht, dass Koffer packen so kompliziert ist.. gleich gehe ich wieder runter zum Auto, nehme noch zwei Sachen raus und ersetze sie durch andere Dinge…und ich hätte fast vergessen, dass mein eigenes Kissen ja auch noch mit in den Koffer muss….

Und werde ich meine Boots brauchen oder doch nicht?

🤔🤔🤔🤔🤔

Auf alle Fälle ist jetzt alles fast fertig. Morgen um die Zeit ist Wismar schon fast in Wurfweite.

Heute habe ich trotz Chaos im Hirn mal das Gefühl, dass Ruhe in meinen Wanst einkehrt. Da drängt sich die Frage auf ob es für das geflügelte Wort meines Uropas „Wanstrammeln“ möglicherweise zwei Bedeutungen gibt.

🤔🤔🤔😁😁😁

Was ist jetzt noch zu tun? Müll runterbringen, Diele wischen, Wohnzimmer saugen, Staubwischen, Ordnung im eigentlich bereits fertigen Koffer schaffen, Kaffee schlürfen, ….. Bleibt nicht mehr viel.

in diesem Sinne…

Euer Urlaubselch auf Elch-Urlaub

Vorbereitung auf die Reise – 13.06.2026

In zwei Tagen geht es los. Montag um 9 Uhr starten wir Richtung Wismar und werden dort eine Nacht im Hotel verbringen. Am Dienstag dann geht es noch ein paar wenige Kilometer nach Warnmünde. Unser Check-in-Fenster liegt zwischen 10.30 Uhr und 11 Uhr und wir haben es uns diesmal leicht gemacht und Valed Parking gebucht. Das bedeutet, wir fahren direkt vor das Cruise Terminal und braucht nur reingehen. Unser Auto wird von dort von AIda-Mitarbeitern oder einem Terminal-Mitarbeiter auf den Parkplatz gefahren. So geht es auch beim Rückweg….man bringt uns unser Auto vor das Terminal und wir müssen nur einsteigen und losfahren.

Für mich ist jedoch die Tatsache einer Übernachtung, das Umsortieren von Gepäck und die Abgabe des Autos die größte Herausforderung, weil ich davon ausgehe, dass ich garantiert was im Auto vergesse, was vertausche oder verlege. Was in welche Tasche gehört damit es zum richtigen Zeitpunkt verfügbar ist, ist eine echte Challenge..

Der Koffer ist weitestgehend gepackt, die Wohnung schon halb geputzt, Auto war in der Waschanlage. Drei Shirts müssen noch gebügelt werden, das Katzenklo noch neu befüllt werden und alles was ins Schiffsbad gehört, muss noch in den Koffer. Bad will noch gereinigt werden.

Noch kann ich nicht glauben, was so in 2 Tagen passieren wird. Und schon gar nicht in 3 Tagen. Da heißt es dann LEINEN LOS um 17 Uhr.

Unsere erste Station wird Karlskrona werden und auf dem Weg dorthin werden wir an Bornholm vorbeifahren, was mir möglicherweise ein paar Tränchen entlocken wird. Vermutlich jedoch werden wir mitten in der Nacht dort vorbeifahren. Am ersten Tag werde ich mal an der Rezeption fragen, wann genau wir Bornholm passieren. Kann aber sein, dass wir auch an unserem letzten Seetag auf dem Weg von Stockholm nach Hause nochmals Bornholm am Tag links liegen lassen.

Ich kann nur schwer fassen, was da alles so passieren wird und ich hoffe, dass mich das alles wieder ein wenig mehr auf die Füße stellen wird. Wenigstens die Schiffsreise soll – nicht wie das sonstige Leben gerade – mal völlig klippenlos und ruhig verlaufen.

Ich freue mich sehr, dass wir an drei Seetagen nicht erreichbar sind. Kein Handy, kein Telefon…nichts – einfach unterwegs im hier und jetzt. Der erste Seetag ist auf dem Weg von Tallinn nach Oulu und dann nochmal von Kemi-Tornio nach Stockholm und auf dem Rückweg von Stockholm nach Warnemünde

Meine Freundin hat mich heute nochmal erinnert, dass ich doch im Abba-Museum auf die Bühne will und als fünftes Mitglied mitsingen möchte.

Ihr dürfte also gespannt sein…

Bis morgen, Euer Urlaubs-Elch auf Elchurlaub.

Link zum alten Elchurlaub-Blog:

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